Gemeinsame Grundlagen der Hospizbewegung.
Hospiz ist Haltung.

Aus dieser Haltung ergeben sich fünf Prinzipien der Hospizarbeit:

Hospiz ist Haltung
Hospizarbeit bedeutet Ganzheitlichkeit im Sinne der Anerkennung und Berücksichtigung der körperlichen, seelischen, sozialen und spirituell-religiösen Bedürfnisse der sterbenden Menschen. Dies bedeutet nicht nur, den Körper mit oft quälenden Symptomen wie z. B. Schmerzen, Luftnot oder Übelkeit zu behandeln. Ebenso wichtig ist zuzuhören, Bedürfnisse, Ängste und Sorgen ernst zu nehmen. Die Sorge um Angehörige oder Fragen nach dem Sinn des Lebens können zum Beispiel ebenso quälend sein wie körperliche Beschwerden. Daher bietet die Hospizarbeit immer auch psychosoziale Unterstützung und spirituelle Begleitung an.

Zur ganzheitlichen Betrachtung gehören nicht nur die sterbenden Menschen, sondern auch deren Angehörige (das sind all jene Menschen, die sich den Kranken besonders zugehörig fühlen). Dieser Ansatz verlangt in vieler Hinsicht neue Denkmuster, Kompetenzen und Verhaltensweisen: Die Angehörigen werden in die Betreuung einbezogen, jedoch nicht als „Hilfspflegende“ für Verrichtungen, für die den Professionellen keine Zeit bleibt, sondern als Betroffene, die ebenso Anspruch auf Betreuung, Gespräche, Fürsorge haben.

Aus der ganzheitlichen Sicht auf den Menschen resultiert die Arbeit in einem interdisziplinären Team, dem neben Medizinern und Pflegepersonal
auch Musik- und Kunsttherapeuten, Physiotherapeuten, Psychologen, Sozialpädagogen, Seelsorger und ehrenamtlichen Mitarbeitern angehören. Gerade die Mitarbeit von Ehrenamtlichen ist ein wesentlicher Bestandteil der Hospizarbeit. 

Das Ehrenamt in Solidarität mit Sterbenden ist eines der fundamentalen Kennzeichen des Hospizgedankens. In Deutschland ist die Hospizbewegung alleine durch ein hohes bürgerschaftliches Engagement entstanden. Die Begleitung durch ehrenamtliche Mitarbeiter soll alltägliche mitmenschliche Begegnung auch im Sterben ermöglichen. Deshalb ist die Aufgabe der Ehrenamtlichen hauptsächlich die psycho-soziale Begleitung. Ehrenamtliche engagierte leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Teilnahme des sterbenden Menschen und der ihm Nahestehenden am Leben des Gemeinwesens.

Gute Kenntnisse und Fertigkeiten der Symptomkontrolle ist ein weiterer Grundpfeiler der Hospizarbeit. Cicely Saunders hat den Begriff des totalen Schmerzes „total pain“ geprägt. Dies meint, dass Schmerz körperliche, emotionale, soziale und spirituelle Komponenten hat. Schmerzempfinden ist individuell und abhängig von verschiedenen Faktoren. Das bedeutet, dass Schmerz nicht objektivierbar ist. Allein der Betroffene weiß, wie stark etwas weh tut.

Die seelische Verfassung eines an schweren Schmerzen Leidenden wirkt sich auf die Schmerzempfindung stark aus. Unter guter Symptomkontrolle ist also sowohl die medikamentöse Schmerzbehandlung zu verstehen, einschließlich der Behandlung von anderen belastenden Symptomen (wie z. B. Atemnot, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen) als auch eine psychosoziale Betreuung, die Zuwendung, menschliche Nähe und Beistand vermittelt. Die Einbeziehung von Ehrenamtlichen ist also auch als Unterstützung bei der Symptomkontrolle zu verstehen.

Die Kontinuität der Fürsorge bedeutet zum einen, dass ein Mitarbeiter der unterschiedlichen Angebote der Hospizbewegung kontinuierlich zur Not auch in der Nacht erreichbar sind. Menschen werden häufig von daheim oder von Pflegeeinrichtungen kurz vor ihrem Tod noch in ein Krankenhaus eingewiesen, weil die Angehörigen bzw. Pflegenden überfordert sind. Körperliche und psychische Krisen halten sich nicht an Dienstzeiten. Angehörige möchten nichts „falsch machen“ oder „versäumen“, sie fühlen sich nachts oft sehr allein, sodass ihnen eine Einweisung in eine Klinik Sicherheit gibt und sie dies veranlassen, obwohl der/die Sterbende eigentlich daheimbleiben möchte. Ein Dienst, der rund um die Uhr erreichbar ist, kann dem oft mit einem Beratungsgespräch entgegenwirken, Sicherheit vermitteln und so ein Sterben daheim ermöglichen.

Kontinuität der Fürsorge heißt, dass beim Sterben des schwer kranken Menschen und bei der Wahrnehmung des Todes die Angehörigen begleitet werden. Die Unterstützung beim Abschiednehmen ist notwendig und Teil der hospizlichen Versorgung. Die Kontinuität der Fürsorge bedeutet außerdem, dass die Begleitung einer Familie nicht mit dem Tod eines Angehörigen endet.

Die Hinterbliebenen werden je nach Bedarf begleitet. Da Trauer für viele eine belastende Situation ist, kann eine gute Trauerbegleitung die gesundheitlichen Risiken mindern und dazu beitragen, dass die Trauernden ohne zusätzliche körperliche und seelische Schäden die Zeit nach dem Tod eines Angehörigen durchstehen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Palliativmedizin Mecklenburg Vorpommern e.V.

  • Ivonne Fischer (Stellvertretende Vorsitzende)
  • Katharina Lohmann (Kassenwart)
  • Katrin Gräfe
  • Andrea Wagner
  • Felix Bock

Der Vorstand vertritt den Verein gegenüber der Öffentlichkeit sowie gegenüber Krankenkassen, Bundesverbänden und Landesverbänden der Hospizbewegung und allen anderen natürlichen oder juristischen Personen in gerichtlichen und außergerichtlichen Fragen.

Der Vorstand besteht aus dem/der Vorsitzenden, dem/der stellvertretenden Vorsitzenden, einem/r Schriftführer/in, einem/r Schatzmeister/ in und bis zu sechs weiteren Mitgliedern.

Der Vorstand trifft regelmäßig zu Vorstandssitzungen zusammen und hat der Mitgliederversammlung einen Rechenschaftsbericht sowie einen Jahresabschluss vorzulegen. Die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder ist ehrenamtlich.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Er bleibt nach Ablauf seiner Amtszeit bis zur Wahl eines neuen Vorstandes im Amt. Die letzte Vorstandswahl erfolgte am 19.11.2019 im Rahmen der Mitgliederversammlung

Ihre Ansprechpartnerin

Claudia Trilk
Assistentin des Vorstandes
Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz
und Palliativmedizin
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Rahlstedter Str. 27
19057 Schwerin
Telefon 0385 – 5923 9864
E-Mail claudia.trilk@hospiz-mv.de

 

Weitere Zielsetzungen auf den Punkt gebracht:

  • Fortbildung der im Bereich Hospizarbeit Tätigen
  • Information aller Interessierten
  • Erarbeitung und Sicherung von Qualitätsstandards, 
  • Mitarbeit im Deutschen Hospiz- und Palliativverband (DHPV)
  • Informationsfluss auf der Bundes- und Landesebene und in die Dienste

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Ihr Engagement

Um die Landesarbeitsgemeinschaft regelmäßig zu unterstützen, gibt es die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft. Damit niemand von dieser Unterstützung ausgeschlossen ist, beträgt der Mindestjahresbeitrag 15 EUR. Natürlich freuen wir uns, wenn jemand einen höheren Betrag zahlt. Die Mindestjahresbeiträge für Gewerbetreibende liegen bei 90 EUR. Zur Förderung der Hospiz- und Palliativarbeit in unserem Bundesland füllen Sie den folgenden Antrag aus und senden ihn per Post an die angegebene Anschrift. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!

Fragebogen zum Mitgliedsantrag

Bisher wird die Arbeit der Landesarbeitsgemeinschaft zu einem großen Teil vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport und Mitgliedsbeiträge finanziert. Dies deckt allerdings unsere Aufwendungen nicht vollständig. So sind zum Beispiel die Kosten für unsern jährlichen Hospiz- und Palliativtag, die Organisation von Fortbildungsveranstaltungen sowie Fahrtkosten nicht abgedeckt. Wir sind daher dankbar für Spenden, die uns helfen, die Qualität der hospizlichen und palliativen Versorgung im Mecklenburg – Vorpommern weiterzuentwickeln.

Wünschen sie Beratung zu ihrer Spende, wenden sie sich gerne an unsere Geschäftsstelle: 0385 – 5923 9864 oder info@hospiz-mv.de 

Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Palliativmedizin MV e.V.

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